STARTSEITEAKTUELLESDIE SCHULEUNTERRICHT

Schulstufen
Schulinterner Unterrichtsplan
Unterstütze Kommunikation
Unterrichtsprojekte Ausbildungskonzept
SCHULLEBENSCHÜLERSEITENVEREIN DER FÖRDERERGÄSTEBUCHKONTAKT

 

Schulstufen


Die Schulen für Geistigbehinderte in Schleswig-Holstein gliedern sich in vier Stufen (Unterstufe, Mittelstufe, Oberstufe, Werkstufe).
In der Regel dauert der Besuch der ersten drei Stufen jeweils drei Jahre (Vollzeitschulpflicht).
Auch die sich daran anschließende Werkstufe dauert im Regelfall drei Jahre.
Allerdings kann davon aufgrund des individuellen Förderplans einer Schülerin oder eines Schülers abgewichen werden, wenn die Schülerin oder der Schüler in einer anderen Einrichtung besser gefördert werden kann.


Unterstufe

In der Unterstufe (1. - 3. Schuljahr) werden in der Regel 6- bis 9jährige Kinder beschult.
Die Übergangssituation aus den Kindertagesstätten zu Beginn wird genutzt, wichtige Verhaltensmuster für das Zusammenleben und -arbeiten in der Klasse und in der Schule aufzubauen.
Über die Entwicklung von Zeit- und Raumvorstellungen sowie die Anbildung von Aufgabenverständnis erfolgt die Einführung in die schulischen Lern- und Fachbereiche. Dabei bahnen sich grundlegende Entwicklungsschritte in den Entwicklungsbereichen 1. Wahrnehmung und Bewegung, 2. Sprache und Denken und 3. Personale und soziale Identität an.
Die Arbeit in der Unterstufe ist geprägt von einem Wechsel von Spielen, Lernen und Leben (d.h. (Selbst)-Versorgung in den Bereichen Körperpflege, Hygiene, Ernährung, Kleidung usw.).
Alle Unterstufenkinder bekommen einen Paten, d.h. einen Helfer und Begleiter aus der Gruppe der älteren Schülerinnen und Schüler.

siehe: Schulinterner Unterrichtsplan


Mittelstufe

In der Mittelstufe (4. - 6. Schuljahr) werden in der Regel 10- bis 12jährige Kinder beschult.

Die bisher erworbenen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten werden vertieft und gefestigt.
Ein bedeutsames Ziel ist die Erhöhung der kommunikativen und sozialen Kompetenz. Der ganzheitliche Unterricht in unterschiedlichen Erfahrungs- und Handlungsfeldern der Alltagswelt mit ihrer zunehmend abstrakteren Darstellung tragen zum Aufbau eines Weltbildes bei. Die Schwerpunktbildung bei den Kulturtechniken im weiteren und engeren Sinne führt auch zu Differenzierungen zum Beispiel im Kursunterricht Deutsch und Mathematik.

siehe: Schulinterner Unterrichtsplan


Oberstufe

In der Oberstufe (7. - 9. Schuljahr) werden in der Regel 13- bis 15jährige Jugendliche beschult.

Sach- und Fachorientierung bilden den Schwerpunkt in der Oberstufe. Die Schülerinnen und Schüler vertiefen in handlungsorientierten und fachorientierten Lernbereichen ihr Wissen, ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten. Während der Oberstufenzeit werden die Jugendlichen verstärkt in die Planung und Gestaltung des Unterrichts einbezogen. Die Erziehung zur Selbstständigkeit und zur Selbstversorgung wird in komplexeren Lebenszusammenhängen angeboten.
Das Einbeziehen der Pubertät (physische, psychische und psycho-soziale Entwicklung) in schulisches Handeln ist auf dem Wege zur Ich-Findung notwendig.

siehe: Schulinterner Unterrichtsplan

Die Oberstufe hat eine Brückenfunktion zur Werkstufe, die in die Bereiche der beruflichen Bildung einführt.


Werkstufe

In der Werkstufe (10. - 12. Schuljahr) werden in der Regel 16- bis 18jährige Jugendliche beschult.

Schwerpunkte des Bildungsangebots für Jugendliche beim Übergang in das Erwachsenenleben sind die Orientierung in der Berufswelt, die Vorbereitung auf das Arbeitsleben und die berufliche Grundbildung.
Form der Begegnung mit der Arbeitswelt (Betriebserkundungen, Betriebspraktika) unterstützen die berufliche Orientierung ebenso das Kennen lernen der Werkstatt für behinderte Menschen als ein mögliches Zentrum für Arbeit und Beruf.
Weitere inhaltliche Bereiche sind Freizeit, Wohnen, Partnerschaft und Sexualität, Gesundheit, Öffentlichkeit, Weiterbildung etc.

siehe: Schulinterner Unterrichtsplan

Wichtiges Ziel der Werkstufe ist überdies, dass sich die Jugendlichen mit den Anforderungen des Erwachsenenlebens, und einer eigenen realistischen Perspektive dazu befassen und so Möglichkeiten einer zufriedenstellenden, Sinn gebenden Lebensführung aufbauen.